Beiträge vom Juli, 2009

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Mittwoch, 22. Juli 2009 13:21

Fehler im Buffalo NASNavigator2:

Fehler in NASNavigator2

Aha?!

:lol:

Thema: Allgemein, Lustige Fehlermeldungen, Software | Kommentare deaktiviert | Autor: admin

Apple, das iPhone und der tote Foxconn-Ingenieur

Dienstag, 21. Juli 2009 21:37

Viele meiner Kollegen finden das iPhone von Apple ganz toll und halten das Ding für ein technisches Nonplusultra.  Mir ist dieser Trendschrott hingegen viel zu groß und zu klobig, außerdem halte ich den Hype um das iPhone mehr für ein Ergebnis von Apples Marketing als für das Ergebnis eines technisch herausragenden Produkts. Seit der ersten Generation des iPhones haben viele andere Handy-Hersteller Smartphones auf den Markt gebracht, welche dem iPhone in nichts nachstehen. Aber erzähl einmal einem Apple-Fanboy, dass auch andere Hersteller brauchbare Produkte haben, dann gehen die Missionierungsversuche der Apple-Jünger los.

Wenn aber solche Meldungen die Runde machen, bin ich umso froher, dass ich kein iPhone benutze:

Weil einem Ingenieur der chinesischen Firma Foxconn ein iPhone-Prototyp abhanden kam, sprang er nach Verhören durch Firmenvertreter in den Tod.

Der Ingenieur hatte von Foxconn 16 iPhone-Prototypen für den Versand nach Kalifornien erhalten und bemerkte, dass eines fehlte. Der pflichtbewußten Meldung des Verlustes an den Vorgesetzen folgten eine Wohnungsdurchsuchung und ein brutales Verhör:

Einige Berichte gehen davon aus, dass der Ingenieur auch misshandelt wurde. Freunde sagen, dass auf jeden Fall ungeheurer psychischer Druck auf ihn ausgeübt wurde. Fest steht, dass der verängstigte Mann noch in derselben Nacht aus dem Fenster seiner Wohnung im 12. Stock sprang.

Foxconn produziert für Apple in Südchina unter anderem das iPhone. Zwar hat die Firma sich zwischenzeitich entschuldigt, den Verhörer entlassen und der Polizei übergeben, aber dennoch bleibt ein schlechtes Gefühl im Bauch hängen. Es reicht meiner Meinung nach auch nicht, dass Apple Foxconn zukünftig weniger Aufträge geben will. Denn Apple hätte Foxconn gegenüber vermutlich eine ausreichend große wirtschaftliche Macht, dass es möglich wäre, Einfluß auf die Arbeitsbedigungen und den Umgang der Firma mit ihren Arbeitnehmern auszuzüben.

Natürlich ist der Verlust eines Prototyps mehr als ärgerlich, gerade in einer Plagiatoren-Wirtschaft wie China, und schnell kommt der Verdacht der möglichen Industriespionage auf. Dies ist dann allerdings ein Fall für das Arbeitsrecht, Strafrecht und hinsichtlich möglicher Schadenersatzansprüche auch für das Zivilrecht. Aber keinesfalls können so körperliche Misshandlungen und psychische Repressalien bis hin zum Selbstmord gerechtfertigt werden.

Wenn Apple genügend Anstand und Eier hätte, würde man mindestens die Familie des Toten kontaktieren und finanziell entschädigen, auch wenn der Tod eines Menschen nicht mit Geld zu ersetzen ist.  Zu einer Firma mit den Arbeitspraktiken von Foxconn würde jeder redliche Unternehmer wohl auch die Finger lassen, denn früher oder später fallen dessen Untaten auch auf einen selbst zurück und schädigen so das Image, was man zuvor aufwändig mittels Branding aufgebaut hat.

Spätestens seit 2006 weiß Apple von den Problemen  mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei Foxconn, aber vermutlich heiligt der Profit alles, solange so viele Mac-, iPod- und iPhone-Benutzer zu Kritik gegenüber ihrem “Drogenlieferanten” nicht in der Lage sind.

Ganz schön doof, Apple!

PS: Vielleicht sollte Apple der nächsten Generation des iPhones noch  einen roten Farbtupfer spendieren, damit die Konsumenten gleich wissen, dass auch an diesen eher hochpreisigen Produkten das Blut chinesischer Arbeiter klebt.

Thema: Internet, Sicherheit, Web | Kommentare (1) | Autor: admin

Internet Explorer 6 abwracken!

Donnerstag, 16. Juli 2009 17:33

Wie heise vorgestern meldete, stellt der Videodienst YouTube die Unterstützung für den Internet Explorer 6 ein. Anfang des Jahres gab es bereits mehrere Initiativen gegen den Internet Explorer 6, z.B. den IE Death March. In der Tat ist der IE6 bzw. das Festhalten vieler Firmen an diesem fast 8 Jahre alten Stück Software mit seinen Sicherheitslücken und zahlreichen Problemen bei der korrekten Verarbeitung von CSS und JavaScript ein Unfug sondergleichen. Denn die notwendigen Optimierungen und Hacks für alte Internet Explorer verteuern eine Website oder Webapplikation  um 25-50 Prozent. Zugleich ist man als Entwickler dazu gezwungen, einen Rechner oder virtuelle Maschinen mit alten Versionen des Internet Explorers vorzuhalten, was sich natürlich auf die Kostenstruktur auswirkt.

Lange schon hatten wir den Internet Explorer 7, der nicht so viele Macken hat wie der Internet Explorer 6. Vor relativ kurzer Zeit erschien schließlich noch der Internet Explorer 8. Aus welchem Grund sollte man also heute noch moderne Websites und Webanwendungen mit CSS-Layouts und AJAX-Funktionalitäten für einen scheintoten Browser anpassen? Zudem widerspricht dies dem lange gehegten Prinzip, Websites und Webapplikationen  in den letzten beiden Versionen des jeweiligen Browsers zu testen. Insofern kann ich das bereits vielerorts geforderte Abwracken des Internet Explorer 6 nur unterstützen.

Natürlich verkenne ich nicht, dass manche Unternehmen so leichtsinnig waren, den Internet Explorer und da auch gerade den Internet Explorer 6 als Basis für eigene Entwicklungen zu verwenden, indem sie beispielsweise den Internet Explorer zur Anzeige von HTML-Inhalten verwenden. Ich selbst hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen mit dem Haufe Reader, der seinerzeit nicht auf den Internet Explorer ab Version X prüfte, sondern genau auf Version X, so dass das Programm nach einem Update des Browsers nicht mehr funktionierte – bis es einen Patch von Haufe gab.

Die Frage ist daher, wie lange wir als Entwickler noch aufwändig moderne Websites mit aktuellen Technologien für einen fehlergespickten Oldtimer-Browser optimieren wollen, der schon jetzt nur noch dahinsiecht und spätestens mit Windows 7 endgültig Geschichte werden dürfte. Wir als Dienstleister sollten jedenfalls endlich den Mut finden, uns ein für allemal von dieser Plage zu befreien.

Thema: AJAX, Allgemein, CSS, Internet, JavaScript, MySQL, PHP, PHP5, Programmierung, Sicherheit, Software, Software-Entwicklung, Web, Webapplikationen, Webentwicklung, Webprogrammierung, Websites, XML | Kommentare deaktiviert | Autor: admin