Zur Hölle mit den Jura-Kaffeemaschinen!
In Deutschlands Firmen grassiert eine Seuche, die schlimmer ist als jede Vogel- oder Schweinegrippe. Es ist die Kaffee-Seuche, der mit Hilfe von Jura-Kaffeemaschinen nachgegangen wird. Sicher kennen Sie diese Kisten auch: große, klobige und schwere Technikmonster mit allerlei Firlefanz, um all denen, die sich morgens ihre Koffein-Plörre aka Coffee to go beim Bäcker abholen, wieder zu einem Geschmack im Mund zu verhelfen, der keinen Brechreiz auslöst.
Die Maschinchen müssen dazu erst mit einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse Kaffeebohnen mahlen und anschließend heißes Wasser mit einem Druck durch den Filter pressen, als würde eine Blondine hohlraumversiegelt. Danach kippt man heute nicht mehr einfach nur Milch in seinen Kaffee, nein, man läßt die Milch mit dem gleichen Gerät noch laut blubbernd aufschäumen, damit auf der brauen Brühe eine Etage Milchschaum schwimmt.
Ob der ganze Zirkus geschmacklich was bringt, kann ich mangels Kaffee-Konsum zwar nicht beurteilen, allerdings nervt mich regelmäßig der Lärm dieser gepimpten Wassererhitzer und auf Edel getrimmten Kaffeepressen, wenn Kollegen diese Dinger anschmeißen.
Die Krönung ist dann noch, dass für diese lärmenden Höllenmaschinen locker zwischen 800 und knapp 2.000 Euro fällig werden. Apropos Krönung: Setzt man ungefähr 5,00 Euro für ein Pfund Jacobs Dröhnung oder einen vergleichbaren Kaffee von Tchibo & Co. an, dann könnte man für den Preis so einer lärmenden Luxus-Kaffeemaschine mal eben 160 bis 400 Pfund dieses Kaffees anschaffen. Mit einem solchen Vorrat käme manche Firma sicher das eine oder andere Jahr hin. Und all denjenigen, die nicht mehr auf Milchschaum verzichten können, stellt man einfach einen Beutel Milch samt Strohhalm hin und wünscht fröhliches Blubbern
