Beitrags-Archiv für die Kategory 'Glossen'

Juhu, Layer-Ads ist pleite!

Dienstag, 29. Dezember 2009 17:48

Layer-Ads waren schon immer eine Plage und sollten den zu dieser Zeit Verbreitung findenden Popup-Blockern etwas entgegensetzen, so dass die Webuser doch die nervige Werbung anschauen mußten. Häufig war der Schliessen-Button der Knopf, der auf die beworbene Site führte und somit waren solche Layer-Ads eigentlich gewerbsmäßiger Klickbetrug.

Die einzige Lösung, diese Plage, welche häufig noch mit Flash-Werbemitteln kombiniert wurde, zu umgehen, bestand in der Abschaltung von JavaScript. Dadurch wurden aber auf vielen Sites manche Features unbenutzbar, z.B. DropDown-Menüs und dergleichen. Seit es für Firefox Erweiterungen wie AdBlock Plus gibt, kann man aber auf diesen drastischen Schritt verzichten.

Erfreulich ist es dann zu hören, dass Layer-Ads.de, einer der größten Anbieter von Layer-Ads im deutschsprachigen Raum, pleite sein soll. Deren Webmaster / Partner waren häufig eine ähnliche Plage wie die Layer-Ads selbst, z.B. indem kurzfristig bekannte Sites nachgebaut oder entsprechende Vertipper-Domains registriert wurden. Eine andere Masche bestand darin, z.B. zwei Sites zu zwei konkurrierenden Gruppen, beispielsweise HipHopper und Metaller, aufzusetzen, die so grottig gestaltet waren als wäre ein Teenie nach einer HTML-AG an der Schule der Urheber, und dann in Foren und auf sonstigen Sites dieser Gruppen herumspammten, damit möglichst viele Leute auf deren mit Layer-Ads verseuchte  Schrott-Sites klickten.

Insofern kann ich nur sagen: Layer-Ads.de ist tot und hoffentlich folgen die ganzen anderen unseriösen Anbieter ihnen auf dem Fuße. Denn es ist auch dem ebenso schäbigen wie lästigen Treiben der Webmaster / Partner von Layer-Ads.de zu verdanken, dass die User nicht einmal mehr normale Werbebanner anschauen oder gar anklicken möchten, was schon vielfach für viele kleine und mittelgroße Websites zu echten Problemen geführt hat.

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Hey, Ihr verkackten Krüppel-Coder von Apple…

Sonntag, 8. November 2009 6:19

…könnt Ihr mir einen verdammten Grund jenseits von hirnkranker Ego-Masturbation nennen, warum sich das dümmliche iTunes beim Aktualisieren der Mediathek nach einem Update immer wieder in den Vordergrund drängen muss? Ich meine, ich habe kein Problem damit, wenn ein Programm nach einem Update Wartungs- oder Indizierungsoperationen ausführt, aber ich muss dem Programm doch wohl nicht dabei zugucken, oder? Da liest man gerade ein paar Nachrichten und immer wieder schiebt sich Euer Scheiss-iTunes in den Vordergrund. Wozu? Holen sich durchschnittliche Apple-User dabei einen runter?

Ach ja, ein Abbrechen-Knopf fehlt da auch noch. Eure Software ist genauso Scheisse wie die in China von ausbeuterischen und menschenverachtenden Firmen wie Foxconn zusammengeklebte Hardware. Da könnt Ihr nur beten, dass Euer Chef seine neue Hardware nicht ebenfalls aus China bezogen hat, sonst explodiert diese vielleicht auch irgendwann – und mit ihm der ganze Hype um iPod, iPhone und all den anderen iScheiss:mrgreen:

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Wie man an die offenbar immer noch händeringend gesuchten Web-Developer kommt

Mittwoch, 4. November 2009 23:22

Ich habe mich in der jüngeren Vergangenheit häufiger auf Online-Jobbörsen umgeschaut und wundere mich immer noch, wie unprofessionell bis primitiv manche Firmen an die Personalsuche gehen. Am besten sind immer noch jene Firmen, die irgendwelche Personalagenturen und -vermittler mit der Suche nach Web-Entwicklern beauftragen. Ganz ehrlich: Als Entwickler hat man exakt Null Bock, sich überhaupt mit solchen dummschwätzenden und zugleich ahnungslosen BWL-Flachzangen herumzuschlagen, die eigentlich nichts anderes machen, als die Gesuche der Unternehmen in möglichst viele Jobbörsen reinzuspammen, mögliche Antworten zu sammeln und an die Firmen weiterzuleiten. Das beleidigt meine Ingtelligenz und sicher auch die der meisten anderen Entwickler im Lande. Außerdem würden sicher auch potentielle Interessenten gerne wissen, bei wem sie sich bewerben, ob es sich also um ein Systemhaus, eine Agentur, eine reine Software-Schmiede oder ein sonstiges Unternehmen handelt. Das bezeichnet man übrigens auch als Fairness und Agieren mit offenem Visier.

Wenn also eine Firma hingeht und sich hinter einer Personalvermittlungsklitsche versteckt, dann wird das schon seine Gründe haben. Vielleicht ist diese Firma bei Arbeitnehmern bereits (mehrfach) negativ aufgefallen oder ist anderweitig in der Branche derart einschlägig bekannt (z.B. mieses Projektmanagement, wiederholt geplatzte Abgabetermine, schlechtes Arbeitsgerät, Überstunden und Wochenendarbeit als Regel, schlechtes Betriebsklima, mangelhafte Betriebs- oder Teamführung etc.). Warum sollte man sich denn bei solch einer dubios anmutenden Firma beziehungsweise bei deren Personalvermittler überhaupt bewerben?

Daher folgende Tipps für Unternehmen, die nach Web-Developern suchen:

  1. Nehmen Sie die Personalsuche selbst in die Hand. Die meisten Personalvermittler sind irgendwelche absdolut fachfremden BWL-Affen ohne auch nur einen Schimmer von Ahnung, die außer Buzzword-Bingo nichts können. Außerdem dienen selbst geschaltete Stellenanzeigen auch der Eigen-PR des Unternehmens und gegebenenfalls sorgt Ihre Reputation dafür, dass Sie bessere Bewerber bekommen als irgendwelche Vermittlungsklitschen.
  2. Definieren Sie das Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle mit Hilfe von Kollegen und anhand der anstehenden Projekte. Vermeiden Sie eine unüberlegte Auflistung der Fähigkeiten seines Vorgängers ebenso wie ein Überladen der Kompetenzenliste. Das wirkt sonst wie die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau und deshalb oft genug unseriös.
  3. Laden Sie nach dem Vorstellungsgespräch die 3-5 am besten geeigneten Bewerber zur Bearbeitung einer Probeaufgabe oder für einen Probetag ein und schlafen Sie mindestens 1-2 Nächte über die finale Entscheidung.
  4. Sofern Sie es sich leisten können, stellen Sie die beiden besten Bewerber befristet ein. Einer von beiden wird schon passen, im bestmöglichen Fall sogar beide, so dass Sie Expansionspotential gewinnen. Andernfalls werden Sie einen der beiden innerhalb der Probezeit problemlos los.

Wer sich da noch von irgendwelchen Personalvermittlern einlullen läßt, wie toll sie doch seien und wie gute Bewerber diese angeblich finden können, ist selber schuld, wenn sich niemand meldet oder er immer wieder auf die Nase fällt, denn: Idioten ziehen Idioten an.

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Zur Hölle mit den Jura-Kaffeemaschinen!

Mittwoch, 28. Oktober 2009 18:12

In Deutschlands Firmen grassiert eine Seuche, die schlimmer ist als jede Vogel- oder Schweinegrippe. Es ist die Kaffee-Seuche, der mit Hilfe von Jura-Kaffeemaschinen nachgegangen wird. Sicher kennen Sie diese Kisten auch: große, klobige und schwere Technikmonster mit allerlei Firlefanz, um all denen, die sich morgens ihre Koffein-Plörre aka Coffee to go beim Bäcker abholen, wieder zu einem Geschmack im Mund zu verhelfen, der keinen Brechreiz auslöst.

Die Maschinchen müssen dazu erst mit einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse Kaffeebohnen mahlen und anschließend heißes Wasser mit einem Druck durch den Filter pressen, als würde eine Blondine hohlraumversiegelt. Danach kippt man heute nicht mehr einfach nur Milch in seinen Kaffee, nein, man läßt die Milch mit dem gleichen Gerät noch laut blubbernd aufschäumen, damit auf der brauen Brühe eine Etage Milchschaum schwimmt.

Ob der ganze Zirkus geschmacklich was bringt, kann ich mangels Kaffee-Konsum zwar nicht beurteilen, allerdings nervt mich regelmäßig der Lärm dieser gepimpten Wassererhitzer und auf Edel getrimmten Kaffeepressen, wenn Kollegen diese Dinger anschmeißen.

Die Krönung ist dann noch, dass für diese lärmenden Höllenmaschinen locker zwischen 800 und knapp 2.000 Euro fällig werden. Apropos Krönung: Setzt man ungefähr 5,00 Euro für ein Pfund Jacobs Dröhnung oder einen vergleichbaren Kaffee von Tchibo & Co. an, dann könnte man für den Preis so einer lärmenden Luxus-Kaffeemaschine mal eben 160 bis 400 Pfund dieses Kaffees anschaffen. Mit einem solchen Vorrat käme manche Firma sicher das eine oder andere Jahr hin. Und all denjenigen, die nicht mehr auf Milchschaum verzichten können, stellt man einfach einen Beutel Milch samt Strohhalm hin und wünscht fröhliches Blubbern :mrgreen:

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