Zur Hölle mit den Jura-Kaffeemaschinen!

Mittwoch, 28. Oktober 2009 18:12

In Deutschlands Firmen grassiert eine Seuche, die schlimmer ist als jede Vogel- oder Schweinegrippe. Es ist die Kaffee-Seuche, der mit Hilfe von Jura-Kaffeemaschinen nachgegangen wird. Sicher kennen Sie diese Kisten auch: große, klobige und schwere Technikmonster mit allerlei Firlefanz, um all denen, die sich morgens ihre Koffein-Plörre aka Coffee to go beim Bäcker abholen, wieder zu einem Geschmack im Mund zu verhelfen, der keinen Brechreiz auslöst.

Die Maschinchen müssen dazu erst mit einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse Kaffeebohnen mahlen und anschließend heißes Wasser mit einem Druck durch den Filter pressen, als würde eine Blondine hohlraumversiegelt. Danach kippt man heute nicht mehr einfach nur Milch in seinen Kaffee, nein, man läßt die Milch mit dem gleichen Gerät noch laut blubbernd aufschäumen, damit auf der brauen Brühe eine Etage Milchschaum schwimmt.

Ob der ganze Zirkus geschmacklich was bringt, kann ich mangels Kaffee-Konsum zwar nicht beurteilen, allerdings nervt mich regelmäßig der Lärm dieser gepimpten Wassererhitzer und auf Edel getrimmten Kaffeepressen, wenn Kollegen diese Dinger anschmeißen.

Die Krönung ist dann noch, dass für diese lärmenden Höllenmaschinen locker zwischen 800 und knapp 2.000 Euro fällig werden. Apropos Krönung: Setzt man ungefähr 5,00 Euro für ein Pfund Jacobs Dröhnung oder einen vergleichbaren Kaffee von Tchibo & Co. an, dann könnte man für den Preis so einer lärmenden Luxus-Kaffeemaschine mal eben 160 bis 400 Pfund dieses Kaffees anschaffen. Mit einem solchen Vorrat käme manche Firma sicher das eine oder andere Jahr hin. Und all denjenigen, die nicht mehr auf Milchschaum verzichten können, stellt man einfach einen Beutel Milch samt Strohhalm hin und wünscht fröhliches Blubbern :mrgreen:

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Stichwort “Typo3-Agentur”

Mittwoch, 21. Oktober 2009 22:37

Sehr lustig finde ich immer Einzelunternehmer und Agenturen, die sich auf ein Software-System spezialisiert haben. Häufig findet man so etwas im Bereich Content Management, wo sich manche Anbieter auf Joomla oder Typo3 festgelegt haben. Dies sollte man als potentieller Kunde allerdings auch kritisch betrachten. Denn ähnlich wie bei einem Handwerker, der nur einen Hammer hat und deshalb jedes Problem als Nagel betrachtet, ist diese Gefahr auch bei solchen Dienstleistern gegeben. Entweder erhält man nicht das, was man haben wollte, oder höhere Kosten entstehen, weil der Anbieter nicht mehr die ausreichende Offenheit im Kopf hat, auch andere Systeme zu evaluieren. Gleiches gilt übrigens auch für die Nutzung der inzwischen zahlreichen Web-Frameworks.

Als Kunde kann man diese Art Tunnelblick-Dienstleister ganz einfach prüfen, indem man auch ein Angebot verlangt, welches ausdrücklich nicht auf jenem System basiert, auf das sich der Dienstleister spezialisiert hat. Kommt dabei nur Nonsense heraus, sollte man sich besser einen anderen Anbieter suchen. Andernfalls bekommt man häufig nur Gefrickel und unausgegorenen Schrott für sein Geld.

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Warum wird Software eigentlich immer so schlecht eingedeutscht?

Sonntag, 16. August 2009 23:53

Hier ein Beispiel von einem Rechner mit der Software Samsung Update Plus drauf, welche regelmäßig beim Hersteller nach Updates von Treibern und anderer Systemsoftware schaut:

samsung_update_plus

Entweder sollte das heißen

Keine Updates vorhanden

oder

Kein Update vorhanden.

Andernfalls ist das ungefähr genauso toll wie vor einigen Jahren der Hinweis, ich glaube, es war bei Windows Update, dass die Software geupdated oder geupgedated wurde. Wird in der Software-Entwicklung solch großer Firmen eigentlich immer bei der Lokalisierung gespart, wenn das Budget schon ausgereizt ist?!

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Neu von Apple: Der iPod Explode

Montag, 10. August 2009 19:13

Es ist ja nicht neu, dass Apple kein Problem mit den zweifelhaften Produzenten seiner Geräte hat, z.B. Foxconn. Nun explodierte der iPod eines britischen Mädchens und Apple versuchte, die Eltern mittels eines Knebelvertrages zum Schweigen zu bringen. Der Vater des elfjährigen Mädchens merkte offenbar, wie der iPod warm wurde und qualmte, so dass er ihn vor die Tür warf, wo das Gerät wenig später explodierte. Als er sich später wegen der Erstattung des Kaufpreises an Apple wandte, erhielt er einen Brief, in dem man ihm nur dann die Erstattung des Geldes anbot, wenn sich die Familie dazu verpflichtet, über den Vorfall und das Schreiben Stillschweigen zu bewahren – sonst drohten rechtliche Konsequenzen.

Der Familienvater wies dieses schäbige Angebot vernünftigerweise zurück und wandte sich an die Medien. Offenbar war es nicht das einzige Mal, dass ein iPod explodierte und Apple den betroffenen solche merkwürdigen Mundtot-Angebote machte:

Eine US-Reporterin berichtet, sie habe einem 800-seitigen Report der Verbraucherschutz-Behörde über iPod-Probleme entnommen, dass möglicherweise die Lithium-Ionen-Akkus der Geräte das Problem sind. Ob dies tatsächlich der Fall ist, bleibt abzuwarten. Apple will sich zu einem möglichen Akku-Problem offiziell nicht äußern. Was den Fall der Liverpooler betrifft, hat das Unternehmen gegenüber Sky News versucht, zu beschwichtigen: Man habe der Familie lediglich ein Standardschreiben zugeschickt. Außerdem habe sich der Mann bisher geweigert, den verschmorten iPod einzuschicken.

Apple ist wirklich toll – genauso wie der ganze iScheiss und der offenbar überragende Kundenservice mit sogenannten Standardschreiben in solchen Fällen. Falsch ist hingegen die Meldung, dass in diesen Fällen eine Verwechslung das Problem sei und die Verbraucher irrtümlich einen für das Militär entwickelten iPod Explode erhalten hätten :mrgreen:

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Beim Fehler ist leider ein Fehler aufgetreten

Mittwoch, 22. Juli 2009 13:21

Fehler im Buffalo NASNavigator2:

Fehler in NASNavigator2

Aha?!

:lol:

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Apple, das iPhone und der tote Foxconn-Ingenieur

Dienstag, 21. Juli 2009 21:37

Viele meiner Kollegen finden das iPhone von Apple ganz toll und halten das Ding für ein technisches Nonplusultra.  Mir ist dieser Trendschrott hingegen viel zu groß und zu klobig, außerdem halte ich den Hype um das iPhone mehr für ein Ergebnis von Apples Marketing als für das Ergebnis eines technisch herausragenden Produkts. Seit der ersten Generation des iPhones haben viele andere Handy-Hersteller Smartphones auf den Markt gebracht, welche dem iPhone in nichts nachstehen. Aber erzähl einmal einem Apple-Fanboy, dass auch andere Hersteller brauchbare Produkte haben, dann gehen die Missionierungsversuche der Apple-Jünger los.

Wenn aber solche Meldungen die Runde machen, bin ich umso froher, dass ich kein iPhone benutze:

Weil einem Ingenieur der chinesischen Firma Foxconn ein iPhone-Prototyp abhanden kam, sprang er nach Verhören durch Firmenvertreter in den Tod.

Der Ingenieur hatte von Foxconn 16 iPhone-Prototypen für den Versand nach Kalifornien erhalten und bemerkte, dass eines fehlte. Der pflichtbewußten Meldung des Verlustes an den Vorgesetzen folgten eine Wohnungsdurchsuchung und ein brutales Verhör:

Einige Berichte gehen davon aus, dass der Ingenieur auch misshandelt wurde. Freunde sagen, dass auf jeden Fall ungeheurer psychischer Druck auf ihn ausgeübt wurde. Fest steht, dass der verängstigte Mann noch in derselben Nacht aus dem Fenster seiner Wohnung im 12. Stock sprang.

Foxconn produziert für Apple in Südchina unter anderem das iPhone. Zwar hat die Firma sich zwischenzeitich entschuldigt, den Verhörer entlassen und der Polizei übergeben, aber dennoch bleibt ein schlechtes Gefühl im Bauch hängen. Es reicht meiner Meinung nach auch nicht, dass Apple Foxconn zukünftig weniger Aufträge geben will. Denn Apple hätte Foxconn gegenüber vermutlich eine ausreichend große wirtschaftliche Macht, dass es möglich wäre, Einfluß auf die Arbeitsbedigungen und den Umgang der Firma mit ihren Arbeitnehmern auszuzüben.

Natürlich ist der Verlust eines Prototyps mehr als ärgerlich, gerade in einer Plagiatoren-Wirtschaft wie China, und schnell kommt der Verdacht der möglichen Industriespionage auf. Dies ist dann allerdings ein Fall für das Arbeitsrecht, Strafrecht und hinsichtlich möglicher Schadenersatzansprüche auch für das Zivilrecht. Aber keinesfalls können so körperliche Misshandlungen und psychische Repressalien bis hin zum Selbstmord gerechtfertigt werden.

Wenn Apple genügend Anstand und Eier hätte, würde man mindestens die Familie des Toten kontaktieren und finanziell entschädigen, auch wenn der Tod eines Menschen nicht mit Geld zu ersetzen ist.  Zu einer Firma mit den Arbeitspraktiken von Foxconn würde jeder redliche Unternehmer wohl auch die Finger lassen, denn früher oder später fallen dessen Untaten auch auf einen selbst zurück und schädigen so das Image, was man zuvor aufwändig mittels Branding aufgebaut hat.

Spätestens seit 2006 weiß Apple von den Problemen  mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei Foxconn, aber vermutlich heiligt der Profit alles, solange so viele Mac-, iPod- und iPhone-Benutzer zu Kritik gegenüber ihrem “Drogenlieferanten” nicht in der Lage sind.

Ganz schön doof, Apple!

PS: Vielleicht sollte Apple der nächsten Generation des iPhones noch  einen roten Farbtupfer spendieren, damit die Konsumenten gleich wissen, dass auch an diesen eher hochpreisigen Produkten das Blut chinesischer Arbeiter klebt.

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Internet Explorer 6 abwracken!

Donnerstag, 16. Juli 2009 17:33

Wie heise vorgestern meldete, stellt der Videodienst YouTube die Unterstützung für den Internet Explorer 6 ein. Anfang des Jahres gab es bereits mehrere Initiativen gegen den Internet Explorer 6, z.B. den IE Death March. In der Tat ist der IE6 bzw. das Festhalten vieler Firmen an diesem fast 8 Jahre alten Stück Software mit seinen Sicherheitslücken und zahlreichen Problemen bei der korrekten Verarbeitung von CSS und JavaScript ein Unfug sondergleichen. Denn die notwendigen Optimierungen und Hacks für alte Internet Explorer verteuern eine Website oder Webapplikation  um 25-50 Prozent. Zugleich ist man als Entwickler dazu gezwungen, einen Rechner oder virtuelle Maschinen mit alten Versionen des Internet Explorers vorzuhalten, was sich natürlich auf die Kostenstruktur auswirkt.

Lange schon hatten wir den Internet Explorer 7, der nicht so viele Macken hat wie der Internet Explorer 6. Vor relativ kurzer Zeit erschien schließlich noch der Internet Explorer 8. Aus welchem Grund sollte man also heute noch moderne Websites und Webanwendungen mit CSS-Layouts und AJAX-Funktionalitäten für einen scheintoten Browser anpassen? Zudem widerspricht dies dem lange gehegten Prinzip, Websites und Webapplikationen  in den letzten beiden Versionen des jeweiligen Browsers zu testen. Insofern kann ich das bereits vielerorts geforderte Abwracken des Internet Explorer 6 nur unterstützen.

Natürlich verkenne ich nicht, dass manche Unternehmen so leichtsinnig waren, den Internet Explorer und da auch gerade den Internet Explorer 6 als Basis für eigene Entwicklungen zu verwenden, indem sie beispielsweise den Internet Explorer zur Anzeige von HTML-Inhalten verwenden. Ich selbst hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen mit dem Haufe Reader, der seinerzeit nicht auf den Internet Explorer ab Version X prüfte, sondern genau auf Version X, so dass das Programm nach einem Update des Browsers nicht mehr funktionierte – bis es einen Patch von Haufe gab.

Die Frage ist daher, wie lange wir als Entwickler noch aufwändig moderne Websites mit aktuellen Technologien für einen fehlergespickten Oldtimer-Browser optimieren wollen, der schon jetzt nur noch dahinsiecht und spätestens mit Windows 7 endgültig Geschichte werden dürfte. Wir als Dienstleister sollten jedenfalls endlich den Mut finden, uns ein für allemal von dieser Plage zu befreien.

Thema: AJAX, Allgemein, CSS, Internet, JavaScript, MySQL, PHP, PHP5, Programmierung, Sicherheit, Software, Software-Entwicklung, Web, Webapplikationen, Webentwicklung, Webprogrammierung, Websites, XML | Kommentare deaktiviert